Kinderservice Lummerland

Wir Lummerländer

sind das 2. Zuhause für Ihr Kind. Wir erleben Kinder als Wesen mit eigener Persönlichkeit, Talenten und Ressourcen, die es zu fördern und zu achten gilt. Lummerland ist eine Symbiose aus vielen Jahren persönlicher Erfahrung von der Gründerin Heike Seele mit einer Großfamilie, fundierter pädagogischer und systemischer Sichtweise und den immer wieder abenteuerlichen Prozessen gruppendynamischer Netzwerkarbeit. Erzieher verstehen sich bei uns als  coachende Begleiter und nicht als "Fräulein Rottenmeier". Gleichwohl lernen Kinder hier mit Empathie und Humor die Folgen ihres Handelns kennen, einschätzen und positiv gestalten. So entsteht ein interessanter, analytischer Begleitprozess durch die Erwachsenen, dessen  Ergebnis ein eigenverantwortliches Kind mit einem gut internalisierten Gemeinschaftsbewußtsein und einer gesunden Eigendrehung steht.

Unser Leitbild

Wir erleben uns als Mitglieder einen großen Gemeinschaft und übernehmen Verantwortung für uns und unser Miteinander. Wir achten uns in unserer Unterschiedlichkeit und akzeptieren die Grenzen des Anderen. Wir wagen den Balanceakt aus Eigenständigkeit und Selbstwertschätzung und Achtsamkeit für den Anderen.

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Unsere Gruppen

Gruppe Molly:       0 - 2 Jahre

Gruppe Emma:      2 - 4 Jahre

Gruppe Wilde: 134 - 6 Jahre

Im Vormittagsbereich bekommt jede Gruppe ihre speziellen Lernfelder.  In den Nachmittagsgruppen finden sich alle wieder zu einer großen Familie zusammen.

Ein Tag in Lummerland       

Empfang ab 6.00 Uhr | 7.30 Uhr mit Übergabegespräch

Individuelle Betreuung

8.30 Uhr Tisch eindecken, Frühstück  

Kindertreff im Morgenkreis mit Englisch und Gitarre   

wechselnde Bildungsangebote für Kinder von 1 bis 6 Jahren

hauswirtschaftliche Angebote

kreative Freispiel in offener Arbeit

Körper- und Sinneserfahrung für die Kleinsten

Gartenspielzeit im Waldpark   

Mittagessen, vollwertig und in familiärer Atmosphäre, Kinderknigge    

Zähneputzen    

Schlaf | Entspannung   

kreatives Freispiel für alle        

Teepause mit Imbiß

Tierpflege 

Austoben, kleine Bildungsangebote

Abholzeit mit Tür- und Angelgesprächen

17.00 bis 21.00 individuelle Betreuung der Kinder mit abendlichen Ruheritualen   

pädagogische Leitung

Heike Seele

Vattmannstraße 5a | D-33100 Paderborn

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Das Besondere                               

   familienähnliche Atmosphäre                   

   | vertraute Bezugspersonen                      

   | Kleingruppen                                         

   | klare Rituale                                          

   | gezielte Beziehungsarbeit                       

   | pädagogische Frühförderung                    

   | PeKiP für die Kleinsten                           

   | bilinguale Erziehung                               

   | Haus der kleinen Forscher                      

   | musikalische Früherziehung                   

   | Einsteintraining                                      

   | Tierpädagogik                                        

   | Ziegen, Esel,  Hunde, Hasen, Kaninchen u.a.    

   | sehr großes Außengelände mit Wald und Wiese, Heuhotel,   Nutzgarten, überdachte Feuerstelle, gr. Seilgarten und vieles mehr

Info

1. Für die Betreuung des Kindes in der Kita des Trägers Seele-Stiftung innerhalb der Regelöffnungszeiten sind die Erziehungsberechtigten gem. § 23 KiBiZ gegenüber dem Jugendamt zur Zahlung von Elternbeiträgen verpflichtet.

2. Randzeitenbetreuung und zubuchbare Leistungen werden von dem Träger privat nach Ablauf des Monats in Rechnung gestellt.

3. Der Trägeranteil und das Essensgeld sind jeweils am Anfang des Monats für den Monat fällig.

 

 “Ohne Wurzeln keine Flügel”, die Historie von Lummerland

Ein Wort von der Gründerin Heike Seele

Als der Schulhort am Paderborner Abdinghof 2007 im Sommer die Tore schloß, war es besiegelt, dass sich zwei „mutige alten Hasen“ Heike Seele anschlossen und sich mit wenig Geld, aber Löwenengagement und großer Begeisterung und einem unglaublichen Zeitaufwand der Gründung einer privaten Kita widmeten. Aus anfänglich acht Kindern wurde nach wenigen Wochen eine Gruppe, bald eine zweite und binnen einem Jahr eine dritte Gruppe. Derweil wurde ein Großfamilien-Konzept  geboren. Denn: alle Arbeiten mußten, wie zu Hause, von allen Bewohnern erledigt werden; die Kinder wurden wie selbstverständlich, in alle Arbeiten einbezogen. Das anfänglich sehr schmale Haushaltsbudget ließ keinen Raum für die heutige Köchin, Hausmeister, Schreiner, Gartenbauer, Reinigungsfrau und Wäscherein. Und so wurde in Lummerland Gemeinschaft und Familienleben Programm … und es war wunderbar. In der großen Wohnküche wurde mit uns drei Erziehern und den paar Kindern gewerkelt, gegessen, gekocht, geputzt, gebügelt, gefeiert und geklönt. Die Wäsche wurde gemacht, der riesige Garten zu einem Spielparadies gerodet und angelegt. Das Haus und die Waschräume in Stand gehalten…, nebenbei wurden Einkäufe getätigt, Kinder von der Schule abgeholt, Hausaufgaben erklärt und Nachhilfe erteilt – „Fränzchen, lies noch mal vor, wenn ich den Kuchen verziere..“ Als drei Monate später das erste Baby einzog, wurde es in alle Arbeiten mit einbezogen, wie auch die späteren „Nachrutscher“. Als Unternehmerin hatte ich viele verschiedene Arbeitsoutfits. Die Schürze in der Küche, die Gummihandschuhe am Putzwagen, aber flugs den Blazer, wenn Besuch kommt, die Gummistiefel und die Schürze mit den Wäscheklammern für die Gartenarbeit und die Aktenmappe für die Ämtergänge – Brei- und Spuckflecken im kleinen Schwarzen mal beiseite. Kinder arbeiten gern, vor allem wenn viel Wasser fließt, Topfdeckel ordentlich klappern und man viel Obst und Gemüse verarbeiten und futtern kann. Einen Putzwagen schieben und damit Renn-Rallyes durch große Dielen veranstalten, um die Wette Nasen an Scheiben platt drücken und das Fenster hinterher sauber putzen, oder mit Rudolf eine Hütte für die Hasen und die Gummistiefel bauen, einen Sandkasten anlegen – alles ist auch Spiel und tolle Erfahrung fürs Leben. Nach der Arbeit blieb immer Zeit für Themenprojekte, Entspannung, Erzähl- und Kuschelstunden, Lagerfeuer, Eltern-Leitwolftraining, denn den „Supernannis“ geht der Stoff für spannende Lernstunden in der Praxis nie aus. Kinder brauchen einerseits spannende Angebote und abenteuerliche Erlebnisse, anderseits benötigen sie aber auch eine enge Beziehung zu liebevollen, aber klaren Begleitern, die eine familienähnliche Struktur erfahrbar machen. Aus dieser Geborgenheit in Kleingruppen mit vertrauten Bezugspersonen – wir nennen sie Leitwölfe – heraus läßt sich die Welt entdecken. Neugier und Forschergeist treibt alle kleinen und großen Lummerländer an.

Der tägliche Rhythmus und die klaren Rituale aus gemeinsamer Arbeit mit Groß und Klein, mit vielen Tieren, aus gemeinsamen Mahlzeiten, aus Spiel, Spaß, Bewegung und Schlaf, Abendteuer und Ruhephasen, schafft Harmonie und eine unglaublich hohe Sozialkompetenz, gepaart mit vielen lebenspraktischen Erfahrungen und Fertigkeiten.

Ein Konzept war geboren, eine systemische Kita geschaffen!

So ist es – wohl dosiert – geblieben.

im Sommer 2011

Heike Seele